Tumorgenetik
Epidemiologische Daten lassen vermuten, dass etwa 10% aller Krebserkrankungen auf eine erbliche Tumordisposition
zurückzuführen sind. In jüngster Vergangenheit wurden die molekularen Grundlagen der Disposition für eine Reihe schon
lange bekannter, autosomal dominant erblicher Tumorerkrankungen weitgehend aufgeklärt. Familiäre Krebserkrankungen
erfordern einen integrierten Versorgungsansatz ("integrated" oder "total care").
Der Humangenetik kommt hier eine zentrale Bedeutung bei der Koordination der Diagnostik, Früherkennung und prophylaktischer
Maßnahmen zu. Koordination durch die Humangenetik ist insbesondere bei den erblichen Tumorerkrankungen erforderlich, bei
denen verschiedene Organsysteme betroffen sind. Für einige dieser hereditären Krebserkrankungen existieren nach prädiktiver
Genanalyse bereits überzeugende präventive bzw. therapeutische Konzepte.
Ausführliche Informationen zu den in unserem Labor durchgeführten tumorgenetischen Untersuchungen finden Sie unten.
Untersuchungen
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Molekulargenetische Untersuchungen
- Brustkrebs, familiärer (BRCA-1)
- Brustkrebs, familiärer (BRCA-2)
- Chronisch myeloproliferative Erkrankungen (CMPE)
- Kolorektales Karzinom ohne Polyposis, hereditär (HNPCC) / Lynch-Syndrom
- Neoplasie, multiple endokrine Typ 1
- Neoplasie, multiple endokrine Typ 2A (MEN 2a)
- Neoplasie, multiple endokrine Typ 2B (MEN 2b)
- Neurofibromatose Typ 1
- Philadelphia-Chromosom (CML)
- Philadelphia-Translokation (bcr/abl)
- Prostatakarzinom-Risikoanalyse
- Schilddrüsenkarzinom, familiäres medulläres (FMTC)
- Chromosomaler Status bei V.a. CLL (Chronisch lymphatische Leukämie)
- Chromosomaler Status bei V.a. CML (Chronisch myeloische Leukämie)
- Chromosomaler Status bei V.a. MDS (Myelodysplastisches Syndrom)
- Chromosomaler Status bei V.a. Multiples Myelom (Plasmozytom)
- Chromosomaler Status bei V.a. Follikuläres Lymphom
Zytogenetische Untersuchungen